da ich schon so im Fieber war, nun noch ein bisschen mehr zum East Blue. Beginnend mit dem Baratié welches eine sehr knappe Restaurant Beschreibung vorzuweisen hat.
Das Restaurant
Beim Betreten des Baratié öffnet sich ein großzügiger, elegant gestalteter Speisesaal, der sofort erkennen lässt, dass es sich um weit mehr als ein gewöhnliches Schiff handelt. Der Raum wird von warmem, sorgfältig poliertem Holz geprägt, das zusammen mit den hochwertig gefertigten Tischen und Stühlen eine gehobene, aber dennoch lebendige Atmosphäre schafft. Bestickte Tischdecken und mehrere dekorativ platzierte Pflanzen lockern das Gesamtbild auf und verleihen dem Restaurant trotz seiner Größe eine angenehme Behaglichkeit.
Von der Decke hängen mehrere eindrucksvolle Kronleuchter, deren warmes Licht am Abend den gesamten Saal in einen goldenen Schimmer taucht. Tagsüber fällt zusätzlich Sonnenlicht durch die zahlreichen Bullaugen entlang der Außenwand und lässt das Spiegeln des Meeres sanft durch den Raum tanzen.
In der Mitte des Restaurants windet sich eine elegante Wendeltreppe nach oben. Sie führt in die oberen Bereiche des Schiffes, die ausschließlich dem Personal vorbehalten sind und für Gäste unzugänglich bleiben. Gegenüber dem Eingang befindet sich ein großes Einblickfenster zur Küche, durch das Besucher den Köchen bei ihrer präzisen, eingespielten Arbeit zusehen können, ohne den Ablauf zu stören.
Trotz der edlen Einrichtung liegt stets eine unterschwellige Wachsamkeit in der Luft. Das Baratié ist bekannt dafür, nicht nur hervorragende Speisen zu servieren, sondern auch für Ordnung zu sorgen, sollte jemand die Gastfreundschaft zu sehr strapazieren. So verbindet das Restaurant stilvolle Seegastronomie mit der rauen Selbstsicherheit eines Hauses, das seinen Ruf auf offener See verteidigt.Weiter gehts auf Kumate welche ich mir auf die Agenda geschrieben habe eines Tages zu bereisen. Auch hier fehlt eine ordentliche Inselbeschreibung welche ich via Flaschenpost eingereicht habe. Zum spicken meine Karte zu dem ganzen und folgend die bisherigen Orte der Insel in überarbeiteter Form.
(Copyright by Jakobi - Erstellt mit: inkarnate)
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Dorf der Kumate
Tief im dichten, feuchtwarmen Dschungel der Kumate-Insel liegt das Dorf des gleichnamigen Stammes, verborgen unter einem dichten Blätterdach, das nur vereinzelte Sonnenstrahlen bis zum Boden durchlässt. Erst wenn man sich bereits gefährlich nahe herangewagt hat, öffnet sich zwischen den eng stehenden Bäumen eine unnatürlich freie Lichtung, auf der das Dorf errichtet wurde.
Die Siedlung besteht aus zahlreichen niedrig gebauten Hütten aus geflochtenem Holz, getrockneten Blättern und grob behauenen Stämmen. Sie stehen in einem unregelmäßigen Kreis angeordnet, als würden sie bewusst einen Mittelpunkt freihalten. Dieser Mittelpunkt wird von einem gewaltigen, rußgeschwärzten Kessel dominiert, der über einer dauerhaft unterhaltenen Feuerstelle hängt. Dicke Rauchschwaden steigen von dort auf und ziehen träge zwischen den Baumkronen davon.
Was genau in diesem Kessel zubereitet wird, konnte bislang kein Fremder zuverlässig berichten. Die wenigen, die behaupteten, es gesehen zu haben, lieferten widersprüchliche oder verstörend vage Beschreibungen. Sicher ist nur, dass der Kessel für die Kumate eine zentrale Bedeutung besitzt, sowohl praktisch als auch rituell.
Überall im Dorf finden sich Spuren eines einfachen, aber zweckmäßigen Lebens. Trockengestelle für Fleisch und Pflanzen stehen zwischen den Hütten, primitive Werkzeuge lehnen an Pfosten, und schmale, ausgetretene Pfade verbinden die einzelnen Behausungen. Trotz der scheinbaren Unordnung wirkt das Dorf nicht planlos, sondern folgt einer inneren Struktur, die Außenstehenden nur schwer zugänglich ist.
Die Bewohner selbst sind äußerst wachsam. Fremde werden meist bemerkt, lange bevor sie das Dorf überhaupt erreichen. Sollte es dennoch jemand bis zur Lichtung schaffen, schlägt die Stimmung schnell in offene Feindseligkeit um. Die Kumate dulden keine Eindringlinge auf ihrem Territorium und reagieren bekannt aggressiv auf jede Form von Annäherung.
Das Dorf strahlt eine rohe, urtümliche Atmosphäre aus, in der jeder Schritt und jedes Rascheln im Unterholz Bedeutung zu haben scheint. Wer sich hierher verirrt, spürt schnell, dass er sich tief im Herrschaftsgebiet eines Stammes befindet, der seine Insel kennt und verteidigt wie kein Zweiter.Wackelige Brücke
Die schmale Hängebrücke spannt sich wie ein müdes Band zwischen zwei steilen Klippen und bildet die einzige direkte Verbindung zwischen den beiden Inselteilen der Kumate-Insel. Schon aus der Entfernung wirkt das Bauwerk alt und wenig vertrauenerweckend. Die Planken sind ungleichmäßig, teils gesplittert und von Wind und Wetter ausgebleicht. Einige Bretter knarren bedrohlich bei jedem Schritt, andere wirken, als würden sie nur noch aus Gewohnheit an ihren Seilen hängen.
Die Ureinwohner der Kumate meiden diesen Ort konsequent. In ihren Überlieferungen heißt es, auf dem jenseitigen Inselteil laste ein alter Fluch, und nur Narren oder Verzweifelte würden die Brücke freiwillig betreten. Entsprechend wirkt der Übergang verlassen und ungenutzt, als hätte die Natur begonnen, sich das Bauwerk langsam zurückzuholen.
Die größte Gefahr geht jedoch nicht allein von der brüchigen Konstruktion aus. Zwischen den hohen Felswänden presst sich ein stetiger, kräftiger Wind hindurch, der die Brücke unberechenbar ins Schwanken bringt. Böen können plötzlich und heftig einsetzen, die Seile zum Singen bringen und selbst trittsichere Reisende aus dem Gleichgewicht bringen.
Unter der Brücke gähnt eine tiefe Schlucht, in deren Grund ein schnell strömender Wasserlauf tosend seinen Weg zum Meer sucht. Das ferne Rauschen hallt ständig nach oben und verstärkt das beklemmende Gefühl beim Überqueren. Ein Fehltritt hier hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit tödliche Folgen.Strand
Wer die wackelige Brücke hinter sich lässt, erreicht den östlichen Teil der Kumate-Insel, eine merklich ruhigere, aber nicht völlig ungefährliche Gegend. Hier gibt es keine Siedlungen der Ureinwohner mehr, doch die Wildnis ist weiterhin präsent. Dichte Vegetation reicht stellenweise bis nahe an die Küstenlinie heran, und immer wieder lassen sich Spuren wilder Tiere im Sand oder Unterholz entdecken.
Der Strand selbst ist vergleichsweise schmal und zieht sich in einem hellen, leicht gebogenen Band entlang der Ostküste. Feiner, heller Sand mischt sich mit vereinzelten Steinen und angeschwemmtem Treibholz. Trotz seiner begrenzten Ausdehnung eignet sich dieser Küstenabschnitt überraschend gut als natürlicher Ankerplatz. Das Wasser fällt hier gleichmäßig ab, und die vorgelagerten Strömungen sind ruhiger als an vielen anderen Stellen der Insel.
In unmittelbarer Nähe des Strandes wächst eine Vielzahl tropischer Früchte. Zwischen Palmen und niedrigem Bewuchs finden sich Ananasstauden, Bananenpflanzen und Kokospalmen, deren Früchte für Gestrandete oder vorsichtige Entdecker eine willkommene Nahrungsquelle darstellen können. Die Luft ist hier schwer von süßlichem Fruchtduft und dem warmen Atem des Meeres.
Abseits dieser natürlichen Vorräte wirkt der Strand unscheinbar und still. Gerade diese Ruhe kann jedoch trügerisch sein, denn auch ohne die Präsenz der Kumate bleibt dieser Teil der Insel ein Stück ungezähmter Wildnis, das Aufmerksamkeit und Vorsicht verlangt.Ich hoffe es gefällt. :)
Beste Grüße
Jakobi

























