Gemäß der neuen Empfehlung gelten folgende festgelegte Phrasen:
Piraten betonen ihre Worte mit einem markanten „Arrrr!“; Marineangehörige bekräftigen ihre Aussagen mit einem entschlossenen „Gerechtigkeit!“; Kopfgeldjäger signalisieren ihre Profession mit einem nüchternen „Zahltag.“ und Revolutionäre unterstreichen ihre Ideale mit einem kämpferischen „Liberté!“.
Begründet wurde diese Maßnahme mit dem Argument, dass eine eindeutige sprachliche Kennzeichnung Missverständnisse vermeide und die Identifikation in hitzigen Diskussionen oder Konfliktsituationen erleichtere. „Dies ist ein wichtiger Schritt zu mehr Ordnung und Nachvollziehbarkeit im weltweiten Austausch“, erklärte ein hochrangiger Marinevertreter. „Gerechtigkeit!“
Die Ankündigung dieser Maßnahme sorgte sofort für hitzige Reaktionen. Während die Marine die Empfehlung als „eine überfällige Maßnahme zur Vereinfachung der Kommunikation. Gerechtigkeit!“ lobte, regte sich in der Piratenwelt erheblicher Widerstand. „Was für ein Seemannsgarn soll das sein? Arrr!“, polterte ein berüchtigter Kapitän der Neuen Welt. „Ich werde mich doch nicht an solch lächerliche Regeln halten! Yarrr, äh, Arrrr!“ Andere Piraten versuchten, das System mit eigenen Varianten zu umgehen – von „Hohoho!“ bis hin zu „Aye!“ wurde bereits mit alternativen Endungen experimentiert. Auch in den Reihen der Revolutionäre sorgte die Empfehlung für Empörung. „Dies ist nichts anderes als ein perfider Versuch, die freie Rede zu unterdrücken! Liberté!“, erklärte ein anonymer Sprecher der Bewegung. Kopfgeldjäger hingegen reagierten überwiegend gelassen auf die Neuerung. Ein erfahrener Bounty Hunter kommentierte trocken: „Solange mein Geld pünktlich kommt, können die mir auch vorschreiben, einen Tanz aufzuführen. Zahltag.“
Obwohl es sich offiziell um eine Empfehlung handelt, wird bereits spekuliert, dass die Mitglieder der Dreimacht verstärkte Maßnahmen ergreifen könnten, um eine breite Umsetzung sicherzustellen. Es kursieren zudem Berichte, wonach weitere Berufsgruppen ins Visier genommen werden könnten: Händler sollen womöglich dazu angehalten werden, Geschäftsabschlüsse mit „Berry!“ zu besiegeln, während Wissenschaftler ihre Erkenntnisse mit „Idee!“ kennzeichnen müssen.
Ob sich diese Empfehlung langfristig durchsetzt oder ebenso schnell wieder verworfen wird wie die einstige Verordnung, alle Marineberichte in dreifacher Ausführung einzureichen, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Auf den Meeren wird künftig wohl noch genauer darauf geachtet, wie ein Satz endet. Tinte!
In einer unserer früheren Ausgaben berichtete die Grandline Post bereits über den Unterschied zwischen schwarzen und roten Flaggen. Demnach neigen Piraten unter einer roten Flagge dazu, keine Überlebenden zu hinterlassen und sind deshalb besonders für die zivile Bevölkerung dringend zu meiden. Die von uns befragten Piraten zeigten sich zwiespältig angesichts dieser Neuerung. “Wenn ich jetzt als Freibeuter gesagt bekomme, was ich tragen muss, hätte ich ja auch zur Marine gehen können. Das ergibt so überhaupt keinen Sinn”, kommentiert ein Mitglied der Naseweißpiraten. Seine Kollegin hingegen hebt den Vorteil hervor, sie müsse sich endlich keine Gedanken mehr über ihre Outfits machen. Mit den neuen Vorschriften bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten für Farbkombinationen, was eine stressreduzierende Wirkung haben würde.
Das Gesetz zu brechen, wird Konsequenzen mit sich ziehen. Jeder Pirat ohne entsprechendes Oberteil soll zukünftig mit einer Kopfgeld-Erhöhung oder einem Bußgeld rechnen müssen. Zivilisten sind ebenfalls angehalten, Piraten ohne entsprechende Kennzeichnung zu melden.
Auch auf eine offizielle Anfrage wurde uns nur mitgeteilt, dass man sich hier nicht weiter äußern werde. Ferner dürfen wir uns fragen, ob es für diesen Fauxpas personelle Konsequenzen geben wird, eine Antwort bleibt die Marine uns schuldig.
Was als Unglück begann, hat zumindest für die Hunde aus Briss etwas Gutes, denn da es sich um eine verderbliche Ware handelt, ist es nicht möglich, diese zu verschiffen. Daher verteilt die dortige Marine das Futter nun kostenfrei. Wir sagen: Guten Hunger!
Auf diese Fragen hat unsere Redaktion ebenfalls versucht, Antworten zu finden, und eine Stellungnahme seitens der Regierung eingeholt. In einem offiziellen Gespräch mit einem Vertreter des Governments hieß es wie folgt: „Aufgrund interner, unvorhergesehener Ausgaben, die für die Truppen der Marine getätigt wurden, ist nun ein massives Loch in der Buchhaltung entstanden und um jenes zu kompensieren, wurde diese Lösung erarbeitet. Man muss auch bedenken, dass eine Institution, wie die Marine, einiges an finanziellen Mitteln und Ressourcen benötigt, um weiterhin für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. “ Genauere Informationen zu den Ausgaben oder wofür so viel Geld ausgegeben wurde, wollte man uns nicht mitteilen. „Zudem war eine Mautstation am Rivers Mountain ohnehin schon länger in Planung und nun hat sich auch die Gelegenheit ergeben, diese zu realisieren.“ Hieß es weiterhin. Auch solle so eine bessere Kontrolle und erhöhte Sicherheit gewährleistet werden. Insofern seien dafür die erhöhten Kosten es wert.
Damit wird die Passage zu einer Mautstelle, an der wohl niemand vorbeikommt. Ob sie sich letzten Endes auch durchsetzen und das finanzielle Dilemma der Regierung lösen wird, bleibt noch abzuwarten. Wir bleiben gespannt.