Beiträge: 168
Themen: 8
Piece Punkte: 2.962
Lebenskraft: 3380 / 5000
Ausdauer: 430 / 600
Boostpunkte: 6 / 6
Es gehts zwar nicht wirklich um große Änderungen, mir ist jetzt aber erst aufgefallen, dass bei den einzelnen Threads der Inselbbeschreibung von South End die Spoilertags nicht übernommen wurden. Dadurch tut der Leser zwangsweise die Hintergrundinfo lesen die ich mit hinterlegt hatte. Ob sie es nun lesen möchten oder nicht. ^^´´
1)
https://eternal-horizon.de/showthread.php?tid=300&pid=301#pid301
(24.09.2019, 2:46)Nathan Blackson schrieb: Im Osten der Insel sind die Riffe am tückischsten, verbergen sich die scharfen Felsen, die einem Schiff schnell das Ende bedeuten können, knapp unter der Wasseroberfläche und sind nur bei ruhiger See gut zu erkennen. Doch selbst dann kann eine unerwartete Welle das Schiff nur allzu leicht vom Kurs abbringen und in ihr Verderben treiben. Als offensichtliches Mahnmal für solch ein Unglück, liegt am Sandstrand das Überbleibsel eines alten Piratenschiffes, dass wohl vor sehr vielen Jahren an den Riffen aufgeschlagen ist und dann an Land gespült wurde.
Das Schiff weist viele Löcher auf und der gut sichtbare Rumpf wurde regelrecht aufgeschlitzt. Das Holz ist stellenweise morsch und ist in den Jahren inzwischen von Moos und Schlingpflanzen überwuchert worden. Dem aufmerksamen Auge fällt ebenfalls auf, das vor allem am Heck und Bug einige Lagen Holz fehlen sowie der Hauptmast und jegliche Takelage. Ein weiterer Mast, der aber abgebrochen ist, liegt zur hälfte im Sandstrand begraben.
Eine inzwischen über 50 Jahre alte Galeone, die zu ihrer Zeit Grace der Kahlen gehörte und auf den Namen Garnia getauft wurde.
Die Garnia stammte ursprünglich aus dem North Blue und wurde dort eigens für Grace gebaut, mit dem eigentlichen Ziel, die Grand Line zu bereisen. Doch das Schicksal meinte es mit dem Schiff und ihrer Kapitänin nicht gut. Grace hatte gerade ihre vierjährige Reise durch alle Blues vollendet und wollte ein zweites mal South End ansteuern, um ihre dort gelagerte Beute zu holen, als beim Umschiffen der Insel ein schwerer Sturm aufkam und die Garnia gegen die gefährlichen Unterwasserriffe trieb.
Der Rumpf wurde an den Riffen längsseitig aufgeschlitzt und die hohen Wellen schleuderten das Schiff dann an Land. Ein Mast ging dabei zu Bruch und das Unglück kostete einigen Seemännern das Leben.
Nach der Strandung versuchten aber die Überlebenden ein neues Schiff zu bauen, weshalb begonnen wurde, das noch nutzbare Holz der Grace abzutragen. Auch der Hauptmast sollte noch einmal verwendet werden und wurde deshalb entfernt.
Die Piraten begannen dann in der kleinen Bucht im Vulkan, ein neues Schiff zu bauen, um von der Insel zu kommen.
Für den neugierigen Abenteurer würde sich aber eine nähere Untersuchung des Wracks als schwierig erweisen, da eine kleine Population von Raptusdodos sich an Strand und Schiff niedergelassen hat.
Die hiesige Kolonie besteht aus zwei Dutzend Tieren mitsamt Nestern die sie aus Blätter und Hölzer zusammengebaut haben. Der Großteil des Geleges befindet sich innerhalb des Schiffes, wo es sich die Dodos im einigermaßen wettergeschützten Zwischendeck bequem gemacht haben. Ein paar wenige Nester legten die Tiere auch vor dem Schiff im Sand an, wo sie ebenfalls großteils vor den Wellen und dem stürmischen Wetter sicher sind.
Auch wenn die flugunfähigen Vögel auf dem ersten Blick harmlos erscheinen, deuten die diversen Knochenreste und Splitter, die am Strand verteilt sind, darauf hin, dass ein unvorsichtiges Vorgehen nicht besonders ratsam wäre. Nicht ohne Grund scheint die restliche Tierwelt der Insel dieses Gebiet großflächig zu meiden.
Der Raptusdodo ist eine seltene Unterart der Dodofamilie und wurde bisher nur auf der Grand Line gesichtet.
Die Farbe ihres Federkleides besitzt die entsprechende Farbpalette ihrer Umgebung, in der sie vorkommen, weshalb jegliche Farbkombination bei diesen Tieren möglich ist. Die Gattung auf South End trägt ein überwiegend erdfarben bis grünes Gewand, nur die sehr kurzen Schwanzfedern weisen gelbe und rote Flecken auf.
Im Gegensatz zu ihren kleineren Artgenossen kann ein ausgewachsenes Weibchen eine stattliche Größe von zwei Metern erreichen und bringt dabei ein Gewicht von 45 kg auf die Waage. Wobei dies oft abhängig ist von der zur Verfügung stehenden Nahrungsmenge.
Der Raptusdodo ist ein flugunfähiger Raubvogel, der sich auf ein Leben am Boden spezialisiert hat. Während seine Flügel eher klein sind und diese nur zur Paarungszeit als protzende Zierde genutzt wird, sind die Beine des Tieres kräftiger und muskulöser. Sie sind schnelle Läufer mit einem kräftigen Schnabel und scharfkantigen Zähnen, mit denen sie sogar Knochen durchbeißen können.
Raptusdodos sind reine Fleischfresser und Jagen zusammen nach Beute, um diese der Kolonie zu bringen, wo sie dann unter allen aufgeteilt wird. Je nachdem was sie für eine Beute jagen, pirschen sich die Dodos entweder leise an und umzingeln vorher ihr Opfer, oder ein Tier der Gruppe fungiert als Jäger und scheucht die Beute durch den Dschungel direkt in die Klauen der restlichen lauernden Gruppe.
Die Weibchen sind hier für die Nahrungsbeschaffung zuständig und begeben sich meist in dreier bis fünfergruppen auf die Jagd. Obwohl sie kleinere Säugetiere bevorzugen, würde auch ein einzelner Mensch, der unvorsichtig im Dschungel unterwegs ist, durchaus zu ihrer Jagdbeute zählen.
Die Männchen werden in der Regel eineinhalb Meter groß und liegen in der Rangordnung unter den Weibchen. Sie sind für das Brüten und die Aufzucht der Jungtiere zuständig. Die Dodos bekommen nur einmal im Jahr Nachwuchs und die Eianzahl beschränkt sich dabei auf ein bis zwei Stück pro Pärchen.
Jeder Kolonie steht ein Alphaweibchen vor, meist die älteste von ihnen. Obwohl die Dodos im Gruppenverband leben und alles miteinander Teilen, scheint bei bisherigen Beobachtungen das Alphaweibchen eine besondere Stellung innerhalb der Tiere zu haben. Sie bekommt stets als Einzige immer einen Teil der Beute ab, selbst wenn nicht genug Nahrung für alle gefangen wurde. Auch in der Paarungszeit darf das Alphaweibchen sich immer zuerst ein Männchen aussuchen, bevor der Rest der Kolonie mit der Paarung beginnen darf.
Einem Bericht eines Forschers zufolge, der die Vogelart auf der Grand Line untersucht hatte, besitzen die Alphaweibchen eine besondere Intelligenz, die über das durchschnittliche, instinktive Verhalten von Tieren hinauszugehen scheint.
So habe er, laut seinem Bericht, sich sogar mit einem Alphaweibchen unterhalten, nachdem sie ihn sehr offensichtlich seit seiner Ankunft und Beginn seiner Forschung im Auge behalten hatte. Da dieser Bericht in Fachkreisen aber als eingebildeter Hirngespinst abgetan wurde, hatte sich niemand mehr die Mühe gemacht, diese Aussage zu bestätigen.
2)
https://eternal-horizon.de/showthread.php?tid=297&pid=298#pid298
(24.09.2019, 2:42)Nathan Blackson schrieb: Egal ob der Reisende nun durch das Meer oder durch einen der Tunnel hierhergefunden hat, offenbart sich ihm hier ein erstaunliches Naturwunder. Innerhalb des Vulkans existiert eine ruhige Bucht, die genügend Platz und Schutz für ein bis zwei große Schiffe bieten könnte. Einzige Voraussetzung wäre, dass das Schiff durch den Höhleneingang passt.
Aufgrund dieses Einganges gibt es genügend Licht im inneren der Höhle und es lassen sich mehrere Stalaktiten und Stalagmiten finden, die durch tropfendes Wasser mit den Jahren entstanden sind. Aufmerksame Entdecker können an den verschiedenen Tunnelzugängen im Gestein gemalte Symbole erkennen, die wahrscheinlich von den ehemaligen Dorfbewohnern stammen.
Tagsüber hängen an der Decke Fledermäuse und neben den üblichen Krabbeltieren, haben sich auch andere Bewohner hier niedergelassen. ...
Als Grace die Kahle South End entdeckte und erforschte, beschloss sie, dass diese Höhle mit ihren Tunneln ein ideales Versteck wäre.
Die geschützte Bucht wurde genutzt um ihr Schiff zu reparieren, damit sie zumindest die nächste größere Insel im South Blue erreichen konnten. In der Zwischenzeit ließ Grace ihre Männer den hiesigen Naturstamm überfallen, um an Nahrung und weitere Vorräte zu kommen. Außerdem versteckte sie einen immer noch beachtlichen Teil ihrer übrigen Beute in den tiefer gelegenen Tunneln des Vulkans. Aufgrund der Ereignisse auf der Grand Line, war sie nämlich zu dem Entschluss gekommen, dass sie in Zukunft nie ihre ganze Beute an Bord mitschleppen würde. Sonst ginge wieder alles bei einem Unglück im Meer verloren.
Nachdem das Schiff repariert war, verlies sie South End und kehrte mit einem neuen Schiff und einer neuen Mannschaft erst einige Jahre später wieder zurück. Bei diesem Besuch wurde ihr Schiff aber an den Riffen im Osten durch einen Sturm zerstört und die Höhle wurde von den Überlebenden wieder einmal genutzt, um diesmal ein kleines Ersatzschiff zu bauen.
Grace und ihre Männer haben das Schiff aber niemals fertiggestellt und verschwanden plötzlich. ...
Das halbfertige Schiff blieb die nächsten Jahrzehnte einsam und verlassen in der Bucht, bis die Piratenbande der Schwarzen Phyton diesen Ort entdeckte und für sich beanspruchte. Die Reste des alten Schiffes wurden von ihnen entsorgt oder teilweise als Brennholz genutzt, weil für etwas anderes waren die Überreste nicht mehr zu gebrauchen.
Das ehemalige Piratenversteck ist verlassen und nur der Steg im Wasser erinnert daran, dass vor nicht allzu langer Zeit dieser Ort von Menschen genutzt worden ist. An Land in der Höhle und den Tunneln verteilt, gibt es noch einige übrig gelassene Holzkisten mit einfachen Vorräten wie Decken, gepökelten Fleisch und ein paar gut versteckten Schätzen wie wertvolle Gemälde und Goldschmuck.
Zertrümmerte Holzreste und ein paar eingetrocknete Blutflecken hier und da am Boden der Höhle, zeugen von einem ehemaligen Kampf der hier stattgefunden haben muss. Es lassen sich aber keine Überreste von Leichen finden und somit lässt sich nicht nachvollziehen, welche Parteien hier aufeinander getroffen sind.
3)
https://eternal-horizon.de/showthread.php?tid=295&pid=296#pid296
(24.09.2019, 2:35)Nathan Blackson schrieb: Je weiter man sich der Inselmitte nähert, desto häufiger kann der geneigte Abenteuerer Spuren finden, dass es auf der Insel Menschen zu geben scheint. An Bäumen wurden Symbole eingeritzt oder gemalt, an einem Busch wurde deutlich sichtbar ein selbstgeflochtener Kranz aus Federn aufgehängt oder ein kleines Holztotem mit Tierdarstellungen steht einsam und verlassen mitten im grünen Dschungel. Sie haben aber alle gemeinsam, dass sie vor vielen Jahren hergestellt worden sind und im Laufe der Zeit weder erneuert noch repariert wurden.
Der Grund dafür offenbart sich dann dem Suchenden bei der Ankunft in dem kleinen Dschungeldorf. Ursprünglich aus dem Holz und den Blättern der hiesigen Bäume gezimmert und zusammengebaut, sind die zehn kleinen Stelzenbauten inzwischen mit Schlingpflanzen überwuchert. Bei manchen Häusern ist das Holz wegen der fehlenden Pflege morsch geworden und dann zusammengefallen. An anderer Stelle hatten Termiten fleißig bei dem Zerfall mitgeholfen und im Dorf verteilt haust eine kleine Herde von Hausschweinen, die wohl als einzige der ursprünglichen Bewohner des Dorfes übrig geblieben sind.
Ein aufmerksamer Beobachter stellt evtl. fest, dass vier der kaputten Häuser nicht durch den natürlichen Verfall zugrunde gingen, sondern durch Gewalteinwirkung in sich zusammenbrachen, was man auch am Holz erkennen kann. Die Hinweise deuten auf einen Kampf, der nicht vor allzu langer Zeit stattgefunden haben muss.
Es ist schwer zu bestimmen, wann das Dorf von seinen Einwohnern verlassen wurde. Hier und da entdeckt man im Holz aber Kampfspuren von Pistolenschüssen sowie gesplitterte Balken, in denen wahrscheinlich eine scharfschneidige Waffe stecken geblieben war. Es existieren aber keine Verteidigungsbarrikaden und ein paar der Häuser wurden von außen mit dünnen Holzbalken verschlossen, was nicht wirklich auf eine gezielte Verteidigung hindeutet. Diese Balken wurden dafür mit einem kreisartigen Symbol markiert, was darauf deuten könnte, dass nach den Kämpfen diese Häuser versiegelt wurden.
Vom Dorf aus führen einige Trampelpfade zu den verschiedenen Orten der Insel, auffällig sind dabei zwei Wege, die gen Westen und Süden führen. Entlang ihres Weges stehen in regelmäßigen Abständen Tiertotems, die einem den Weg weisen.
Einstmals existierte in dem Dorf ein friedlebender Stamm, dessen Kultur davon geprägt war, mit und von der Natur zu leben. Sie glaubten an Naturgeister und das ihre Ahnen sie schützen und leiten würden, im Leben sowie im Tod. Da dieses Volk auf ihrer Insel alles besaß, was sie zum Leben brauchten, entwickelten sie sich nicht weiter fort und hatten auch kein Interesse, ihr sesshaftes Dasein aufzugeben. So lebten sie über viele Generationen auf South End, bis sie das erste mal fremde Besucher auf der Insel hatten. Von Grace der Kahlen und ihrer Piratenbande, von vor über 50 Jahren.
Die Piratin hatte zu der Zeit ihren ersten erfolglosen Ausflug auf die Grand Line mit einer kleinen Mannschaft und einem schwerbeschädigten Schiff gerade so überlebt und war im South Blue auf der Suche nach einer sicheren Anlaufstelle, um die nötigsten Schäden zu richten, bevor das Schiff endgültig unterging.
Anfangs begnügten sich beide Parteien damit, den jeweils anderen argwöhnisch zu beobachten und dessen Absichten herauszufinden. Als die Piraten feststellen, dass von den Ureinwohnern keine wirkliche Gefahr ausging, überfielen die frustrierten und ausgehungerten Männer das Dorf. Ein Großteil der nicht kampferfahrenen Einwohner kam dabei ums Leben und auch die Überlebenden hatten nach diesem Ereignis kein Glück.
Die Piraten plünderten nicht nur die Vorräte und verließen eine Weile später die Insel, sie hinterließen auch diesem Stamm unbekannte Krankheiten, die im Zeitraum eines Jahres nach und nach die Dorfbewohner dahinraffte. Nachdem auch der letzte Überlebende des Stammes seine Angehörigen Rituell eingeäschert und begraben hatte, verbrannte er sich selbst, um zu seinen Ahnen zurückzukehren.
Am Ende blieben nur noch die Häuser als einziger Beweis übrig, die von der Existenz dieser Menschen zeugen können.
|